Oortkatener See: Saisonstart im Heimatrevier

Heute gab es gleich zwei Anlässe für eine kleine nachmittägliche Bullifeier mit Eis am Stiel am Strand:

1. Fridolin hatte Geburtstag. Man glaubt es kaum, aber der kleine Knatterkopf ist vor 40 Jahren in Wolfsburg vom Band gelaufen.

2. Wir haben das schöne Wetter genutzt, um erstmalig aufs und ins Wasser zu gehen. Fridolin war natürlich mit am Start. Zumindest bis zur Wasserkante.

Um unsere geplante Saisoneröffnung noch vor der, am späten Nachmittag drohenden, Rückkehr des Hamburger Standardwetters umzusetzen, haben wir uns dafür entschieden, die Anfahrt maximal kurz zu halten. Glücklicherweise liegt nur 10 Bulliminuten von unserer Haustür entfernt der Ooortkatener See. Das Bade- und Wassersportgewäaaser ist auch als Hohendeicher See bekannt und im Sommer meist ziemlich überlaufen – zumindest an den Badestellen. Sobald man sich jedoch vom Ufer aufs Wasser begibt, entsteht durch die solide Größe eine durchaus annehmbare Meerillusion. Naja, zumindest mit viel gutem Willen.

Ich habe also am Vormittag unsere SUPs auf Spannung gepumpt und auf Fridolins Surfbretthaltern vertäut, um zum Home-Schooling-Schluss startklar zu sein. Pünktlich um 13:15 Uhr sind wir dann auch tatsächlich in unsere Neos geschlüpft und losgebraust. Wie zu erwarten war, hatten bereits etliche Familien und Tagestouristen, angelockt vom guten Wetter, den südlichen Badestrand am Warwischer Hinterdeich okkupiert. Wir hatten jedoch ohnehin vor, das Westufer anzusteuern. Für Wassersportler gibt es zwei gute Startpunkte am Ooortkatener See. Der eine liegt unterhalb des Hauptquartiers von Windsurfing Hamburg am Overwerder Hauptdeich. Hier kann man zum Ausladen zwar nicht bis an die Wasserkante fahren, sondern muss entweder am Straßenrand oder bei WSH parken, kann sich dafür aber vor Ort Windsurf- und SUP-Material leihen. Der andere liegt ein paar Meter weiter südlich am einzigen Parkplatz, der es erlaubt, aus dem Auto direkt ins Wasser zu springen – wenn man das denn möchte. Ein wenig Glück oder frühes Aufstehen oder beides gehört zwar dazu, wenn man eine der beiden Parktaschen in erster Reihe ergattern möchte, so es gelingt, möchte man jedoch so schnell nicht wieder wegfahren. Natürlich steuerten wir genau diesen Stellplatz an, und natürlich hatten wir Glück – schließlich hatte Fridolin Geburtstag.

Der Wind kam wie immer ablandig und böig. Das Revier ist für Windsurf-Anfänger nicht trivial. Der Vorteil: Man lernt zwangsläufig sehr schnell gegen den Wind zu kreuzen, um den Rückweg zum Strand nicht schwimmend zurückzulegen. Auch auf unseren SUPs stellten die gemeinen Windverhältnisse mit Böen von 20 Knoten eine Herausforderung dar. Das Gegen-den-Wind-Kreuzen mussten wir mit Ermangelung von Segeln mit purer Muskelkraft bewerkstelligen. Wer sich diese Anstrengung ersparen möchte, bleibt mit seinem Board dicht am Westufer. Im Windschatten von Deich, Bäumen und Schilf, kann man da in der Regel ganz entspannt cruisen und kommt nebenbei nicht Seglern und Surfern in die Quere, die diesen Abschnitt des Sees logischerweise meiden.

Zum Abschluss unserer 90minütigen Paddeltour sind wir noch einmal kurz ohne Neos ins Wasser gesprungen und haben dann die aufziehenden Wolken bei Nogger (Eva-Lotte), Kaffee (Christian) und einem feinen Tropfen synthetischem Öl (Fridolin) durch die Seitentür betrachtet, während sich der Parkplatz um uns herum langsam leerte.

P.S.: Der Imbiss direkt am Spot ist übrigens durchaus solide, vor allem die Pommes. Ein wenig netter und leckerer ist’s unseres Erachtens jedoch im Salute on the Beach am Surfverleih. Das jedoch hat jedoch derzeit (Corona-bedingt) noch geschlossen, während der Imbiss am Parkplatz bereits wieder geöffnet ist.

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